Im Jahr 2012 ist die Feuerwehr Wildenau zu 4 Brandeinsätzen und zu 44 Technischen Einsätzen gerufen worden.

Dabei stand unsere Mannschaft 887 Stunden im Einsatz.

Große Herausforderungen stellten sicher die beiden Wohnhausbrände in Hinterholz und Ried dar, wo auch durch die rasche Hilfe der Nachbarfeuerwehren größere Schäden verhindert werden konnten.

Eine Spur der Verwüstung zog das Hochwasser vom 20. Juni des Jahres. Unsere Wehr musste zu mehr als 20 Einsätzen ausrücken und leistete über 450 Stunden Hilfe.

Brandeinsätze:

 

03.02.2012                Kellerbrand, Leithen 6, Aspach                              13Std.

29.04.2012                Wohnhausbrand, Hinterholz 17, Wildenau               87Std.

Wohnhausbrand in Hinterholz am 29. April 2012

Gegen 15.30 wurde von der Landeswarnzentrale für Oberösterreich, Alarmstufe 1 für die vier Ortsfeuerwehren ausgelöst. Brandobjekt war das Mehrfamilienhaus der Fam. Brunthaler in Hinterholz 17.  Beim Eintreffen der Feuerwehren schlugen die Flammen auf der Giebelseite des Dachgeschosses unter starker Rauchentwicklung aus einem Fenster. Sofort begann ein Atemschutztrupp mit dem Innenangriff. Von außen wurde ebenfalls angegriffen, um eine Ausbreitung zu verhindern.

Aufgrund der großen Entfernung zur Löschwasserentnahmestelle und der gegebenen Ausbreitungsgefahr löste Einsatzleiter Kdt. Karl Karrer um 15.37 Uhr Alarmstufe 2 aus.

Das Dachgeschoss war schnell Rauchfrei, es waren keine Menschen und Tiere in Gefahr. Ein Übergreifen der Flammen auf den Dachstuhl konnte verhindert werden und die Lage war nach einiger Zeit unter Kontrolle.

Die neu angeschaffte Wärmebildkamera kam zum ersten Mal zum Einsatz und erwies sich als sehr hilfreich. Versteckte Glutnester und Bereiche mit erhöhter Wärmestrahlung konnten dadurch schnell gefunden werden. Des Weiteren wurde ein Teleskoplader der Fa. Karrer eingesetzt, mit dessen Hilfe, Teile der Holzverschalung an der Giebelseite des Dachgeschosses entfernt wurden.

 

13.11.2012                Wohnhausbrand, Ried 1, Wildenau                       165Std.

Wohnhausbrand in Ried

Am 14.11.2012 gegen 19.38 Uhr wurden die 4 Ortsfeuerwehren der Gemeinde Aspach zu einem Wohnhausbrand in der Ortschaft Ried gerufen. Der Brandherd lag in der angebauten Garage, von wo aus die Flammen auf das Wohnhaus übergriffen. Einsatzleiter HBI Karl Karrer ließ unverzüglich die Feuerwehren der Alarmstufe 2 alarmieren. Durch den raschen Innenangriff mit schwerem Atemschutz konnte der Großteil des Wohnhauses gerettet werden. Das Dach wurde von außen aufgedeckt, um die Glutnester mit Hilfe der Wärmebildkamera lokalisieren und anschließend ablöschen zu können. Personen waren bei dem Brand nicht in Gefahr.

Zur Löschwasserförderung wurden mit Hilfe weiterer Feuerwehren, drei Zubringerleitungen mit einer Gesamtlänge von über 2,5 km, errichtet. 13 Atemschutztrupps und insgesamt 238 Mann von 16 Feuerwehren standen über 4 Stunden im Einsatz.

 

14.11.2012                Nachlöscharbeiten Wohnhausbrand, Ried 1              3Std.

 

Technische Einsätze:

 

Personenrettung                                                     1 Einsatz     13Std.

Tierrettung                                                              1 Einsatz     10Std.

Insektenbekämpfung                                               3 Einsätze   10Std.

Freimachen von Verkehrswegen                               3 Einsätze   30Std.

Auslaufen von Mineralöl                                           2 Einsätze  11Std.

Fahrzeugbergung                                                    4 Einsätze   15Std.

Straßen- und Kanalreinigung                                   9 Einsätze   95Std.

Überflutung  /Pumparbeiten                                   17 Einsätze  404  Std.

Notstromversorgung                                               1 Einsatz       6Std.

Wasserversorgung                                                 3 Einsätze   25Std.

 

Schweres Unwetter zog über das Innviertel hinweg

Am Abend des 20. Juni zog eine heftige Gewitterzelle von Salzburg kommend Richtung Nordosten, über das Innviertel hinweg. Starkregenfälle mit Überflutungen und Vermurungen waren die Folge. Am schlimmsten war der Bezirk Ried betroffen, dort waren alle Feuerwehren im Einsatz.

Auch die Feuerwehr Wildenau hatte mehr als 20 Einsätze abzuarbeiten. Auspumpen von vollgelaufenen Kellern, Freimachen von Verkehrswegen, Fahrzeugbergungen, Sicherungsarbeiten und sogar eine Personenrettung galt es zu bewältigen. Insgesamt standen mehr als 40 Mann bis in die frühen Morgenstunden im Einsatz. Die Aufräumarbeiten dauerten noch den ganzen darauf folgenden Tag an.

Die Waldzeller Ache wurde zu einem reißenden Fluss, (im Bild die Ortschaft AU) und überflutete Häuser und Straßen. Ein 25- jähriger konnte sich in letzter Minute aus seinem mitgerissenen Auto befreien.

Laut Blitzortungssystem ALDI wurden während der Unwetter 2847 Blitze registriert. Mancherorts fielen über 50 Liter Regen pro Quadratmeter.

Im Feuerwehrhaus in Wildenau tagte der Krisenstab des Bezirkes Braunau.

 

Stundenaufwand im Feuerwehrdienst 2012

 

Verwaltung:                                                                        730   Stunden

·        Besprechungen und Tagungen inkl. Vorbereitung

·        Administration, Öffentlichkeitsarbeit, Büroarbeit

Ausbildung:                                                                     1.654   Stunden

·        Übungen und Schulungen

·        Grundausbildung und Lehrgänge                                

·        Vorbereitung für Bewerbe und Leistungsabzeichen             

Wartung und Instandhaltung:                                           178   Stunden

·        Instandhaltung/Umbau Gebäude

·        Fahrzeuginstandhaltung

·        Gerätewartung

Jugend:                                                                              952   Stunden

 

Einsätze:                                                                             887   Stunden

·        Brandeinsätze

·        Technische Einsätze

Sonstiges:                                                                         1.425   Stunden

·        Florianimesse

·        Festzelt am Georgimarkt

·        Haussammlung

 

Stundenaufwand Gesamt 2012                                          5.826   Stunden

 

Die Feuerwehr Wildenau hat per 31. Dezember 2012 folgende Geräte und Fahrzeuge in Verwendung:

1 LF-A               Baujahr 1997                Marke Mercedes Benz 814 Allrad

1 TLF-2000         Baujahr 1983                Marke Steyr 591

1 MTF                Baujahr 1991                Marke VW 70D

1 KDO               Baujahr 2011                Marke Ford Transit

1 TS Fox           Baujahr 1991                Marke BMW

Fahrzeugsegnung 6.Mai 2012

Farhzeugsegnung 6. Mai 2012

 

weitere wichtige Geräte:

 

2 Stromerzeuger (65 bzw. 11 kVA)      2 Tauchpumpen

1 Wasserwerfer                                1 Hohlstrahlrohr

1 Motorsäge                                     1 Trennschleifer

1 Greifzug                                        1 Winde

6 Atemschutzgeräte                         1 Auffangbehälter f. gef. Stoffe 3000 lt.

15 lfm Ölsperren                              940 lfm B-Druckschläuche

645 lfm C-Druckschläuche              12 lfm A-Saugschläuche

2 Schaumausrüstungen                    60 lfm D-Hochdruckschläuche        

1 Seilwinde am TLF aufgebaut           2 Schiebeleitern 2-teilig 8 m

1 Hochleistungslüfter                        1 Nebelgerät

1 Kompressor                                  1 Hochdruckreiniger

1 Mobiler Damm                              3 Kanaldeckelabdichtungen

1 Nasssauger mit 2 Wassertonnen   1 PKW – Anhänger, 1.500 kg HZG

 

Aktueller Mitgliederstand

Stand der aktiven, ausrückenden Mitglieder                     70                              

Mitglieder der Reserve                                                   19

Stand der Jugend                                                          15            

Gesamtzahl der Mitglieder                                       104

 

 

 

 

Defibrillator im Feuerwehrhaus Wildenau

Seit Kurzem steht auch im Feuerwehrhaus Wildenau ein Defibrillator zur Verfügung. Das Auslösen des Sirenenalarmknopfes an der Außenmauer, öffnet automatisch das Tor zur Garage, worin sich der Defibrillator befindet. Zusätzlich werden durch den Sirenenalarm Ersthelfer verständigt, welche bei den lebensrettenden Erste-Hilfe-Maßnahmen Unterstützung leisten können.

Gespendet wurde der Defibrillator vom Verein für traditionelles Handwerk.

Die jährlichen Überprüfungskosten übernimmt die Volksbank Aspach.

Im Namen der gesamten Bevölkerung bedanken wir uns bei den Spendern recht herzlich.